04 / Ressourcenorientierung
Nicht nur fragen,
was fehlt.
Was gelingt bereits? Was gibt Halt? Und welche Unterstützung macht einen nächsten Schritt möglich?
Wofür ist die Vorlage geeignet?
Für das gemeinsame Gespräch mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen.
- Gut geeignet
- Wenn ihr erkunden möchtet, was bereits hilft und welche Unterstützung fehlt.
- So startest du
- Frage nach einer konkreten Situation, die etwas leichter war.
Ressourcen entdecken
Arbeitsblatt + ausgefülltes Beispiel
Kostenlos · ohne Anmeldung · Stand 26.09.2026
So kann es ausgefüllt aussehen
Als Orientierung, nicht als fachliche Musterlösung. Die Arbeitsvorlagen bleiben leer; bereits enthaltene Beispielseiten und das Excel-Beispielblatt sind gesondert gekennzeichnet.
Ressourcen
Vollständig erfundenes Beispiel – keine Vorgabe für echte Fälle.

Beispiel als Text lesen
ERFUNDENES AUSGEFÜLLTES BEISPIEL
Mila: „Ich will morgens nicht dauernd etwas suchen müssen.“ Ihre Mutter wünscht sich weniger Streit.
Am Dienstag war die Tasche schon fertig. Mila sagt, dass der Morgen dadurch leichter war.
Mila weiß gut, was sie braucht. Eine kurze Liste an der Tür hilft ihr, an die Sachen zu denken.
Mit Tante Nora kann Mila gut reden. Ob Nora gerade Zeit zum Mitplanen hat, wissen wir noch nicht.
Für Milas Sachen fehlt bisher ein fester Platz. Gemeinsam mit ihrer Mutter sucht sie eine kleine freie Ecke.
Mila möchte ihre Tasche zweimal am Abend packen. Am 05.10. schauen wir gemeinsam, wie es lief.
Stärken sehen – ohne Belastungen kleinzureden
Ressourcenorientiertes Arbeiten nimmt Fähigkeiten, Interessen, Beziehungen und hilfreiche Lebensbedingungen in den Blick. Entscheidend ist die Sicht der Beteiligten: Was erleben sie selbst als hilfreich, erreichbar und passend?
Eine vorhandene Fähigkeit ist nicht automatisch jederzeit nutzbar. Zeit, Geld, sichere Orte, verständliche Informationen und verlässliche Unterstützung können genauso wichtig sein. Ein Ressourcenblick ersetzt weder die Klärung von Belastungen noch erforderliche Schutzmaßnahmen.
Sechs Fragen für das Gespräch
- Was soll aus deiner Sicht leichter werden?
- Wann gelingt es schon ein wenig besser? Was war dann anders?
- Welche Fähigkeit, Routine, Idee oder welcher Ort hat geholfen?
- Wer könnte unterstützen – und wäre das von allen Beteiligten gewünscht und leistbar?
- Was fehlt oder erschwert den Zugang? Welche Hilfe muss organisiert werden?
- Welchen kleinen Schritt möchtest du erproben, und wann schauen wir gemeinsam zurück?
Vom Lob zur konkreten Beschreibung
Statt nur „Du bist gut organisiert“: „Du hast deine Tasche an zwei Abenden vorbereitet. Was hat dir beim Anfangen geholfen, und was davon möchtest du beibehalten?“
Darauf kommt es an
Erfolg mit Unterstützung ist ein Erfolg – aber noch kein Nachweis, dass es ohne Hilfe gelingt. Benötigte Unterstützung nicht als Test entziehen. Angehörige nicht stillschweigend zu Hilfskräften machen: Bereitschaft, Grenzen und Belastungen ausdrücklich klären.
Ergänzend: die Netzwerkkarte
Ressourcen und Beziehungen gemeinsam darstellen – mit gleichwertiger beschreibender Fassung.
Mit fachlichem Augenmaß verwenden
Eine praktische Arbeits- und Reflexionshilfe, kein standardisiertes oder validiertes Erhebungsinstrument. Fachliche Einschätzung und verbindliche Trägerverfahren bleiben maßgeblich. Nur erforderliche Angaben verwenden und Dateien ausschließlich in der vorgesehenen, geschützten Arbeitsumgebung bearbeiten.
Kostenlos intern nutzen und anpassen; unverändert weitergeben. Eigene Änderungen kennzeichnen. Kein Weiterverkauf.
Herausgegeben von Fallfokus · Projektverantwortung: Erik Beger · Seitenstand: 26.09.2026. Quellen und Nutzungshinweise
